Neue EU-Zollbestimmungen ab 2026

Anstehende Änderungen der EU-Versandkosten
Neue EU-Zollbestimmungen für Importsendungen mit geringem Wert
Ab dem 1. Juli 2026 ändert sich die Zollabfertigung von Sendungen mit geringem Wert aus Drittländern in der Europäischen Union. Dies betrifft Käufer, die Waren aus Nicht-EU-Ländern erhalten, sowie Unternehmen, die Waren an Kunden in der EU versenden.
Diese Seite soll unseren Kunden ein klares Verständnis davon vermitteln, wann Zölle, Mehrwertsteuer und Bearbeitungsgebühren des Transportunternehmens anfallen können und welche Informationen der Zoll gegebenenfalls benötigt.
Was ändert sich ab dem 1. Juli 2026?
Was bedeutet eine Gebühr von 3 €?
Die Gebühr von 3 € gilt nicht einfach „pro Sendung“. Sie kann pro Position in der Zollanmeldung berechnet werden, in der Regel nach der einzelnen HS-/Tarifklassifizierung der Waren.
| Ein Beispiel | Mögliche Anwendung |
|---|---|
| 1 Artikel pro Sendung | Es kann 1 Deklarationszeile = 3 € Zollgebühren geben. |
| 3 identische Waren mit demselben HS-Code in einer Sendung | Es kann 1 Deklarationszeile = 3 € Zollgebühren geben. |
| Drei verschiedene Waren mit unterschiedlichen HS-Codes in einer Sendung | Es können 3 Deklarationszeilen angegeben werden = 9 € Zollgebühren. |
B2C- und B2B-Importe: Worin liegt der Unterschied?
| Tipas | Wer bewirbt sich? | Was ist wichtig? |
|---|---|---|
| B2C | Das Unternehmen liefert das Produkt an den Endkunden. | Für Sendungen mit geringem Wert kann je nach Deklaration/HS-Zeile ein Zoll von 3 € erhoben werden. |
| B2B | Ein Unternehmen sendet ein Produkt an ein anderes Unternehmen. | Es können reguläre Zollgebühren anfallen, und die vereinfachte Zollanmeldung bis zu 150 € ist möglicherweise nicht mehr möglich. |
| iOS | Wenn die Einfuhrumsatzsteuer zum Zeitpunkt des Kaufs erhoben wird. | Die Mehrwertsteuer kann im Voraus bezahlt werden, dies beseitigt jedoch nicht automatisch alle Zollformalitäten oder mögliche Zölle. |
Welche Daten könnten die Zollbehörden benötigen?
- Der genaue Produktname, nicht eine allgemeine Beschreibung, z. B. nicht „Geschenk“ oder „Kosmetik“, sondern eine spezifische Produktart.
- HS/TARIC-Warencode.
- Wert und Währung des Artikels.
- Menge und Maßeinheit.
- Herkunftsland des Produkts.
- Angaben zu Verkäufer und Empfänger.
- Rechnung oder Bestellbeleg.
- Produktidentifikatoren: Verkäufer-Produkt-ID, Hersteller-Produkt-ID, GTIN/EAN/UPC, falls verfügbar.
- E-Mail-Adresse und Telefonnummer des Empfängers, damit der Spediteur Sie bezüglich Gebühren oder weiterer Details kontaktieren kann.
Produktkennzeichnungen ab dem 1. November 2026.
Laut Angaben der Transportunternehmen werden Produktidentifikatoren für B2C-Sendungen in die EU ab dem 1. November 2026 zu einem obligatorischen Datenelement auf Ebene der Deklarationszeile.
- Produktidentifikator des Verkäufers – Artikelnummer (SKU), Produktcode oder ein anderer vom Verkäufer verwendeter Code.
- Nicht standardisierte Produktkennung des Herstellers – Produktcode, Modellnummer oder interne Herstellernummer des Herstellers.
- Standardisierte Herstellerproduktkennung – GTIN, EAN, UPC oder ein anderer Standardcode, falls das Produkt über einen solchen verfügt.
Was empfehlen wir Käufern?
- Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Produkt aus der EU oder aus einem Drittland versendet wird.
- Prüfen Sie, ob im Endpreis Mehrwertsteuer und Einfuhrzölle enthalten sind.
- Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer korrekt an.
- Bewahren Sie die Auftragsbestätigung und den Zahlungsbeleg auf.
- Falls der Netzbetreiber Daten anfordert, stellen Sie diese bitte so schnell wie möglich zur Verfügung.
- Beachten Sie, dass die Zollgebühren letztendlich vom Zoll oder einem von ihm autorisierten Vermittler berechnet werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Werden ab dem 1. Juli 2026 alle Sendungen bis zu einem Wert von 150 € steuerpflichtig?
Gilt die Gebühr von 3 € für die gesamte Sendung oder für jeden einzelnen Artikel?
Bleibt die Einfuhrsteuer bestehen?
Was ist iOS?
Kann ich den IOSS-Code selbst beim Zoll einreichen?
Warum fragt der Mobilfunkanbieter nach meiner E-Mail-Adresse oder Telefonnummer?
Was ist ein HS- oder TARIC-Code?
Was ist eine Produktkennung (PID)?
Fallen zusätzliche Gebühren von DHL, FedEx oder einem anderen Versanddienstleister an?
Was passiert, wenn die Produktbeschreibung in den Dokumenten ungenau ist?
Informationsquellen
Die Informationen basieren auf öffentlich zugänglichen Daten der Europäischen Kommission (TAXUD), des litauischen Zolls, von FedEx und DHL. Diese Seite dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine individuelle Zoll-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.